Meet Our 10th Edition Ambassador - Dawid Falkowski (@dawid_falkowski_tattoo)

Meet Our 10th Edition Ambassador - Dawid Falkowski (@dawid_falkowski_tattoo)

In der 10. Edition des LOVEINK Ambassador-Programms begrüßen wir Dawid Falkowski, der in den sozialen Medien als @dawid_falkowski_tattoo bekannt ist, in unserem Team.

Ein Tätowierer, der die Mathematik gegen Blackwork, Dotwork und Tausende winziger Punkte eingetauscht hat. Heute konzentriert er sich immer stärker darauf, seine eigene Stilrichtung weiterzuentwickeln – Wooden Graphic Tattoo, eine Verbindung aus grafischer Tätowierkunst und der charakteristischen Struktur von Holz.

Seine Geschichte zeigt außerdem, dass der Weg zum Tätowieren nicht von Anfang an klar vorgezeichnet sein muss. Manchmal reicht es, im richtigen Moment zu erkennen, dass ein Leben vor Tabellen und Zahlen definitiv nicht das ist, wonach man sucht.

Von der Mathematik zum Tätowieren

Dawid hat einen Abschluss in Mathematik. Theoretisch müsste er heute also mit Zahlen arbeiten und, wie er selbst sagt, Dinge berechnen, die sonst niemand berechnen möchte.

Zum Glück stellte er während seines Studiums fest, dass er sich ein solches Leben überhaupt nicht vorstellen konnte.

Das Zeichnen hatte ihn schon immer begeistert, und 2014 begann er mit dem Tätowieren. Seine Anfänge waren weit von einem professionellen Tattoostudio entfernt. Als Autodidakt experimentierte er, machte Fehler und sammelte seine Erfahrungen hauptsächlich durch Ausprobieren.

Mit der Zeit kam er in sein erstes professionelles Studio. Genau dort nahm alles richtig Fahrt auf.

Heute, nach mehr als einem Jahrzehnt als Tätowierer, betont er noch immer, dass er dieses Handwerk ständig weiterlernt.

Der einzige Unterschied: Seine Ausrüstung ist inzwischen etwas besser und die Zahl seiner Opfer – wie er selbst scherzt – deutlich kleiner.

Freiheit ist das Wichtigste

Freiheit gehört zu den Dingen, die Dawid am Tätowieren am meisten schätzt.

Eine Idee kann zunächst ausschließlich in seinem Kopf entstehen. Dann folgen eine Skizze, zahlreiche Änderungen und seine eigene Interpretation, bis das Motiv einige Stunden später Teil des Körpers eines anderen Menschen wird.

Und dort über Jahre bleibt.

Das hat etwas leicht Absurdes, bringt gleichzeitig aber eine unglaubliche Zufriedenheit mit sich.

Außerdem bringt jeder Mensch eine andere Geschichte und eine andere Anatomie mit. Dadurch lässt sich selbst ein ähnliches Motiv jedes Mal anders umsetzen.

Schwarz, Kontraste und jede Menge Punkte

Wie beschreibt Dawid seinen Stil?

Grafisch, schwarz und kontrastreich. Viele Linien, noch mehr Punkte und in letzter Zeit definitiv eine Menge Holz.

Über Jahre hinweg drehte sich seine Arbeit hauptsächlich um Blackwork, grafische Tattoos und Dotwork. Mit der Zeit begann er jedoch, eine Richtung zu entwickeln, die er Wooden Graphic Tattoo nennt.

Dabei verbindet er grafische Tätowierkunst mit der Struktur von Holz. Figuren, Tiere und andere Motive sehen aus, als wären sie aus einem alten Stück Holz geschnitzt und anschließend auf die Haut übertragen worden.

Genau diese charakteristische Richtung möchte Dawid weiterentwickeln.

Manchmal reicht ein Blick auf ein altes Stück Holz

Inspiration muss nicht immer von einer fertigen Illustration kommen.

Dawid lässt sich von der Natur, alten Grafiken, Mythologie und düsteren Themen inspirieren. Sehr oft ist sein Ausgangspunkt aber einfach eine bestimmte Struktur.

Ein Riss im Holz, ein Astknoten oder die Anordnung der Jahresringe können seine Aufmerksamkeit stärker auf sich ziehen als ein fertiges Bild.

In seinen Entwürfen tauchen außerdem häufig Schädel, Tiere, slawische Motive und alle möglichen seltsamen Kreaturen auf.

Je ungewöhnlicher das Thema, desto interessanter wird es.

Ein Motiv für immer? Schädel

Wenn er sich für ein Motiv entscheiden müsste, das er endlos tätowieren könnte, wäre die Antwort einfach: Schädel.

Menschliche, tierische, realistische, grafische, hölzerne oder zerfallende Schädel. Man kann sie mit Pflanzen, Schlangen und unzähligen anderen Elementen kombinieren und jedes Mal etwas völlig Neues erschaffen.

Die Möglichkeiten sind praktisch unbegrenzt.

Und mal ehrlich – Schädel sehen einfach immer gut aus.

Wahrscheinlich werden wir sie auch in hundert Jahren noch tätowieren. Es sei denn, Roboter nehmen den Tätowierern vorher die Arbeit weg.

Sein erstes „Opfer“ war er selbst

Sein erstes Tattoo stach Dawid sich selbst.

Die Überlegung dahinter war ziemlich logisch: Da er damals noch nicht genau wusste, was er tat, hielt er es für fairer, seine Fähigkeiten zunächst auf der eigenen Haut zu testen.

Überraschenderweise wurde das Tattoo gar nicht so schlecht, auch wenn es später natürlich korrigiert und verändert wurde.

Heute betrachtet Dawid es vor allem mit einer gewissen Nostalgie. Es erinnert ihn an den Moment, in dem alles begann, und zeigt gleichzeitig, wie weit man sich in mehr als einem Jahrzehnt entwickeln kann.

Die größte Zufriedenheit? Wenn jemand deine Arbeit erkennt, ohne deinen Namen zu sehen

Dawid nennt kein bestimmtes Tattoo, auf das er besonders stolz ist.

Viel mehr bedeutet ihm die Erkenntnis, dass er in seinen heutigen Arbeiten inzwischen seine ganz eigene Handschrift erkennt.

Jahrelang suchte er nach seinem Weg, ließ sich von anderen inspirieren, probierte verschiedene Techniken aus und verabschiedete sich nach und nach von allem, was nicht wirklich zu ihm passte.

Heute entwickelt er seinen Wooden-Graphic-Tattoo-Stil weiter und hat das Gefühl, eine Richtung gefunden zu haben, die wirklich seine eigene ist.

Deshalb ist das größte Kompliment für ihn nicht einfach:

„Schönes Tattoo.“

Viel mehr bedeutet ihm, wenn jemand eine Arbeit ohne Signatur sieht und sagt:

„Das sieht nach Falkowski aus.“

Dann weiß man, dass all die Tausenden Punkte einen Sinn hatten.

Tätowierer oder Content Creator?

Eine der größten Herausforderungen der heutigen Tattoo-Branche besteht für Dawid darin, sich in der riesigen Menge an Inhalten durchzusetzen und gleichzeitig sich selbst treu zu bleiben.

Es gibt viele Tätowierer, und jeden Tag erscheinen im Internet Tausende wirklich beeindruckende Arbeiten.

Dazu kommen Social Media, Trends und Algorithmen. Ein Tätowierer sollte heute also ein bisschen Fotograf, ein bisschen Filmemacher, ein bisschen Videoeditor und ein bisschen Marketingexperte sein – und am besten auch noch Zeit finden, ein paar Reels aufzunehmen.

Problematisch wird es, wenn wir nicht mehr unseren eigenen Stil entwickeln, sondern hauptsächlich das erschaffen, was gerade auf Instagram gut ankommt.

Deshalb ist Beständigkeit für Dawid eine der größten Herausforderungen. Seinen eigenen Weg gehen, eine wiedererkennbare Bildsprache entwickeln und nicht jedes Mal die Richtung ändern, wenn das Internet sich in einen neuen Trend verliebt.

Der häufigste Fehler bei der Tattoopflege? Zu viel des Guten

Ein frisches Tattoo braucht kein aufwendiges Ritual, das fünfmal täglich bei Vollmond durchgeführt wird.

Laut Dawid gehört übertriebene Pflege zu den häufigsten Fehlern.

Zu viel Creme, zu häufiges Berühren und zu viele unnötige Experimente.

Ein frisches Tattoo bedeutet, dass die Haut verletzt wurde. Was sie jetzt vor allem braucht, sind angemessene Hygiene, eine vernünftige Pflege und Zeit zur Regeneration. Immer mehr Produkte zu verwenden oder eine besonders dicke Cremeschicht aufzutragen, sorgt nicht plötzlich dafür, dass die Haut schneller heilt.

Und dann gibt es natürlich noch den Klassiker, den wahrscheinlich jeder Tätowierer schon einmal gehört hat:

„Ich habe doch nur ein ganz kleines bisschen gekratzt.“

Nicht kratzen. Wir wissen, dass es juckt. Wir wissen, dass es verlockend ist. Finger weg!

LOVEINK × Wooden Graphic?

Dawid hat von Anfang an deutlich gemacht, was er sich von der Zusammenarbeit mit LOVEINK erhofft: Er möchte nicht, dass es einfach nur dabei bleibt, zwei Logos nebeneinanderzustellen.

Viel interessanter findet er die Möglichkeit, zu experimentieren und einen größeren Teil seiner Welt zu zeigen – nicht nur fertige Tattoos, sondern auch den Entstehungsprozess seiner Entwürfe.

Während der Zusammenarbeit möchte er sich besonders mit seiner Wooden-Graphic-Richtung beschäftigen und Arbeiten entwickeln, die speziell für dieses Projekt entstehen.

Und wenn seine Arbeiten dadurch neue Menschen erreichen und sich jemand statt des nächsten Tattoos von Pinterest für ein etwas ausgefalleneres Motiv entscheidet?

Dann gewinnen alle.

Wir freuen uns, Dawid in der 10. Edition des LOVEINK Ambassador-Programms in unserem Team begrüßen zu dürfen.

Sein Weg von der Mathematik zum Tätowieren, mehr als ein Jahrzehnt Erfahrung und die konsequente Entwicklung seines eigenen Stils zeigen etwas, das in dieser Branche enorm wichtig ist: Einen unverwechselbaren Stil findet man nicht über Nacht. Man entwickelt ihn über Jahre hinweg – durch Experimente, Fehler und indem man seinem eigenen Weg treu bleibt.

Willkommen im LOVEINK-Team, Dawid! 🖤

 

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